Physiotherapie
Unterwasserlaufband

Bei der Unterwassertherapie macht man sich die relative Dichte, die Viskosität, den Auftrieb, den Widerstand, den hydrostatischen Druck und die Oberflächenspannung des Wassers zu nutze.
- Der Auftrieb unterstützt die Rehabilitation von schwachen Muskeln und schmerzvollen Gelenken. Der Auftrieb minimiert die Belastung der Gelenke, somit übernimmt das Wasser teilweise das Gewicht des Hundes.
- Der hydrostatische Druck ist umso größer, desto tiefer ein Körper im Wasser ist. Deshalb ist die Unterwassertherapie aufgrund des hydrostatischen Drucks gut gegen geschwollene Gelenke bzw. Beine und ödematöses Gewebe. Er wirkt der Tendenz von Blut und Ödemen entgegen, sich in den unteren Extremitäten anzusammeln und reduziert so Schwellungen und reduziert Schmerz während der Bewegung.
- Der Widerstand ist im Wasser größer als in Luft und dadurch ist es schwieriger sich durch Wasser als durch Luft zu bewegen. Durch den Wasserwiderstand werden Muskeln gestärkt und die Herz-Kreislauf Fitness verbessert.
- Die Viskosität verbessert das sensorische Bewusstsein und fördert instabile Gelenke zu stabilisieren. Der Auftrieb und die Viskosität geben gemeinsam mehr Stabilität (verringert Angst des Patienten vor dem Fallen, z.B. bei neurologischen Patienten).
- Der Widerstand der Bewegung ist geringgradig höher an der Wasseroberfläche (durch mehr Kohäsion der Moleküle). Die Oberflächenspannung ist deshalb für z.B. schwache Patienten therapeutisch relevant, da das Training unter der Wasseroberfläche leichter als an oder auf der Wasseroberfläche ist.
Therapeutischer Nutzen der Unterwassertherapie:
Sie verbessert- die Kraft
- muskuläre Ausduaer
- Herz-Kreislauf Ausdauer
- Range of Motion (Bewegungsamplitude eines Gelenks, z.B. bei Arthrose)
- Agilität/Mobilität
- Psychisches Wohlbefinden
- erleichtert das Abnehmen (gezieltes Training für übergewichtige Hunde inkl. Ernährungsberatung)
